HELP (Innopunkt)

HELP steht für Häusliche Pflege, Erwerbstätigkeit, Leistungsentscheidung, Pflegedienst.

Projektziele

Projekt HELP Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Projekt HELP Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Das Projekt HELP unterstützte pflegende Personen bei der Vereinbarkeit ihrer häuslichen Pflegetätigkeit durch die Verbreitung von Informationen zu Unterstützungsangeboten für pflegende Berufstätige. Damit unterstützte HELP auch die berufliche Integration von Arbeitslosen (Frauen). Mittels einer Internetseite und einer breit ausgelegten kostenlosen Broschüre schaffte HELP Transparenz über das regionale Angebot an Pflege-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Pflegende, so dass dieses besser in Anspruch genommen werden konnte.

Das Projekt HELP sensibilisierte Unternehmen des Landkreises Oder-Spree für die Problematik der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und häuslicher Pflege. Es forcierte die Abgabe von mindestens 15 betrieblichen Erklärungen zur Schaffung von Vereinbarkeitslösungen für ihre Beschäftigten zur Regelung der häuslichen Pflegetätigkeit neben der Berufstätigkeit. Dazu initiierte HELP den Abschluss von Kooperationen zwischen 15 Unternehmen mit Einrichtungen der Pflegeberatung zur Unterstützung der Vereinbarkeitsregelungen.

Das Projekt HELP informierte Personalverantwortliche in Unternehmen der Region mit einem Newsletter über Lösungsansätze für eine bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflege.

Öffentlichkeitsarbeit

Im zweimonatigen Abstand gab es einen neuen Newsletter:

  1. Newsletter (Oktober 2012)
  2. Newsletter (Dezember 2012)
  3. Newsletter (Februar 2013)
  4. Newsletter (April 2013)
  5. Newsletter (Juni 2013)
  6. Newsletter (August 2013)

Durch eine breit angelegte Öffentlichkeit schaffte HELP in Zusammenarbeit mit den örtlichen Akteuren ein breites Verständnis für die Problematik der Vereinbarkeit von Pflege und Berufstätigkeit.

Projektkaufzeit

Das Projekt startete am 20. September 2010 und endete am 19. September 2013.

Beruf, Familie, Pflegen – Neue Vereinbarkeitslösungen für Brandenburg

FAW_Titel HELP BroschüreDas Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege rückte angesichts der demografischen Entwicklung im Land Brandenburg stärker in den Blickpunkt. Bei rund einem Drittel der Menschen, die im Land Brandenburg in ihrer häuslichen Umgebung betreut oder gepflegt wurden, waren die Pflegepersonen erwerbstätig.

Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen über 65 Jahre in Brandenburg von derzeit rund 85.000 um mehr als 70 Prozent erhöhen. Damit wird auch die Zahl der Personen, die neben ihrer Berufstätigkeit im privaten Kontext häusliche Pflege leisten, dramatisch zunehmen.

Aus arbeitsmarktpolitischer Perspektive, insbesondere mit Blick auf die Chancengleichheit von Frauen und Männern, wuchs der Handlungsbedarf. Etwa drei Viertel der privaten Hauptpflegepersonen sind Frauen.

In den meisten Brandenburger Unternehmen war die Pflege von Angehörigen und die Vereinbarkeit mit der Erwerbsarbeit jedoch noch kein Thema. Vorgesetzte und Personalverantwortliche kannten in der Regel die Vereinbarkeitsprobleme der Beschäftigten nicht, weshalb praktikable Vereinbarkeitsmöglichkeiten eher nicht im Blickfeld waren.

Ziele des MASF

Anhand von praktikablen, tragfähigen Lösungen sollte zu einer Entlastung von Erwerbstätigen mit Pflegeverantwortung beigetragen und somit eine gute Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege ermöglicht werden.

Die Erreichung dieses Hauptziels wurde durch die folgenden drei Teilziele angestrebt:

  • Zusätzliche Beratungs- und/oder Serviceangebote versetzen Brandenburger.
  • Unternehmen und deren Beschäftigte sowie aktiv Arbeitsuchende in die Lage, die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege zu ermöglichten.
  • Unternehmen entwickelten für sich oder im Verbund mit anderen Unternehmen und in Kooperation mit einschlägig erfahrenen Dienstleistern Lösungen zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege und setzen diese um.
  • Neue Lösungsansätze erweiterten die regionalen Angebote zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege.

Das Projekt wurde durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

Zusammenfassung und Ergebnisse des Projektes

Am 30. November 2010 wurde das Projekt HELP im Rahmen einer Auftaktveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt. Eingeladen waren neben den Akteuren des regionalen Netzwerkes mehrere Unternehmen und Einrichtungen
Durch die Methode des World-Cafes konnten konkrete Unterstützungs- bzw. Kooperationszusagen sowie Anregungen zur Realisierung der Projektziele gewonnen werden.

Das Projekt HELP ist Gründungsmitglied der Bündnisarbeitsgruppe „Familienfreundliche Unternehmen“ des Lokalen Bündnisses für Familie Fürstenwalde. Am 12. Mai 2011 wurde die Gründungssitzung abgehalten und es wurde eine „Gemeinsame Erklärung der Lokalen Bündnisse für Familie – Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ unterzeichnet.

Insgesamt wurden:

  • 73 Unternehmen beraten
  • 176 Personen befragt (darunter 103 Beschäftigte und 6 Selbstständige)
  • 48 Unternehmen zum Thema „Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und häuslicher Pflege“ sensibilisiert und individuell beraten.

Das Projekt führte eine Befragung Pflegender durch.

  • 72 Pflegende gaben bisher Auskunft zu ihrer Situation (darunter 43 zur Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und häuslicher Pfleg)

Auf der Internetseite www.pflege-los.de wurden die Unterstützungsangebote für Pflegende Berufstätige im Landkreis Oder-Spree zusammen getragen.

Das Projekt HELP hat eine Broschüre mit Informationen für pflegende Berufstätige im Landkreis Oder-Spree zusammengestellt und verbreitet diese kostenlos in der Region.

HELP Broschüre

Zum Öff­nen der HELP Broschüre kli­cken Sie bitte das PDF-Symbol an.

FAW_HELP_Brorschuere_Beruf_und_Pflege


Technischer Hinweis:
Zum Öffnen bzw. Betrachten der Dateien wird der kostenlose Adobe Acrobat-Reader benötigt. Falls Sie diesen benötigen, können Sie ihn hier herunterladen.


(Hinweis: Das Laden kann – je nach Verbindungsgeschwindigkeit – einige Sekunden dauern.)

Förderung

Das Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

Investition in Ihre Zukunft

  Hier finden Sie weitere Innopunkt Projekte aus der Vergangenheit.